Pilates

Der Schwerpunkt des Trainings liegt auf der Kräftigung der tiefliegenden Bauch- und Rückenmuskulatur, des Beckenbodens bei gleichzeitiger Dehnung der kompletten Beinmuskulatur.

Durch erhöhte Muskelelastizität  und Gelenkbeweglichkeit wird die intra- und intermuskuläre Koordination verbessert und die Bewegungen können effizienter ausgeführt werden.

Bei regelmäßigem Training werden muskuläre Dysbalancen vorgebeugt bzw. vermieden. Körperhaltung, Beweglichkeit und Balance werden unabhängig vom Alter und der körperlichen Verfassung verbessert.

Pilates kann in vielen Bereichen eingesetzt werden:

Zur allgemeinen körperlichen Fitness und Prophylaxe, in der Rehabilitation (v.a. bei Rückenproblemen) oder Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei Sportlern.

Da der Schwerpunkt des Trainings auf der Körperkontrolle liegt, garantiert die Pilates Methode ein einzigartiges Workout, das lang anhaltende Trainingsergebnisse erbringt.

Die Pilates-Prinzipien

Die Pilates-Methode hält sich streng an verschiedene Prinzipien. Will man Pilates verstehen, muss man die Prinzipien kennen und der Grund, warum sie so wichtig sind. Dabei steht kein Prinzip für sich alleine, sondern ist immer im Zusammenhang mit allen anderen Prinzipien zu sehen.

Atmung

Das Schwierigste an Pilates ist die Atmung, da sie im Einklang mit der Übung sein soll. Die Atmung verstärkt die Effizienz der Übung und verbessert die Kontrolle von Körperhaltung und Ausrichtung. Die Pilates-Methode geht von einer spez. Atmung aus- der Flankenatmung. Dabei wird durch die Nase ein- und durch den Mund ausgeatmet. Beim Einatmen weitet sich der Brustkorb seitwärts, beim Ausatmen schliesst sich der Brustkorb wieder.

Richtige Atmung:

  • Nacken und Schulter sollten ganz entspannt sein (Schulterblätter ziehen Richtung Po)
  • Lass den Atem fließen, zu keinem Zeitpunkt darf der Atem angehalten werden.
  • Atme durch die Nase gleichmäßig in den Brustkorb ein, ohne die Schulter dabei anzuheben.
  • Die Ausatmung setzt nach der Einatmung ohne Pause ein, atme dabei durch den Mund aus.
  • Versuche die Ein- und Ausatmungsphase gleich lang zu halten, versuche den Atem in einem 5-Sek.-Rhythmus fließen zu lassen.

Konzentration

ist ein Schlüsselelement, um die Aufmerksamkeit ganz der Ausführung einer Bewegung zu widmen - es ist die Verbindung zu Körper und Geist. Nur mit Konzentration lassen sich auch die anderen Prinzipien anwenden. Aufgrund der bewussten Ansteuerung der involvierten Muskelgruppen, lässt die Ausführung von Bewegungen einfache Abläufe komplexer werden. Die Konzentration sollte vollkommen darauf ausgerichtet sein, wie jede Bewegung korrekt ausgeführt werden kann - man sollte bei sich sein und bei den Übungen. Jeder Gedanke, der an andere Dinge gerichtet ist stört und kann zu Fehlern bei der Übung führen.

Kontrolle

Pilates bedient sich der Visualisierung, um den größten Nutzen aus den Bewegungen zu holen. Jede Bewegung muss kontrolliert durchgeführt werden und der Einsatz der Muskeln sollte so effektiv wie möglich sein. Schlechte Haltung und Gewohnheit führen dazu, das Muskeln eingesetzt werden, obwohl sie bei bestimmten Bewegungen gar nicht notwendig sind. So unterstützt uns Pilates alte Muster abzulegen und sie durch neue, bessere zu ersetzen.

Zentrierung

Pilates ging davon aus, daß die Mitte, das Zentrum des menschlichen Körpers, der Ausgangspunkt aller Bewegung ist, er prägte dafür den Begriff "Powerhouse".

Dabei wird als Mitte der Bereich rund um den Bauchnabel bis hin zu den unteren Rippenbögen inkl. unterer Rücken und Gesäßmuskulatur bezeichnet. Bei allen Übungen geht es um die Aktivierung dieses Powerhouses. Das Powerhouse umfaßt folgende Muskulatur:

  • Gerade Bauchmuskel, quere Bauchmuskel, innere schräge Bauchmuskel, äußere schräge Bauchmuskel, Quadratische Lendenmuskel.
  • Hüft-Lenden-Muskel
  • Rückenmuskulatur
  • Muskulatur des Beckenbodens

Bewegungsfluss

Die Pilates-Methode geht von fließenden Bewegungen aus und nicht von einer starren Abfolge von Positionen. Die Übergänge der einz. Übungen sind fließend. Der Fokus liegt auf einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Entspannung und Anspannung. Verkrampfungen haben negative Auswirkungen auf die Muskulatur, sie sollten daher vermieden werden.

Präzision

Präzise ausgeführte Bewegungen lassen diese graziöser erscheinen. Präzision setzt Konzentration und Visualisierung voraus.

Beispiel: Wenn eine Übung verlangt, dass der Arm über den Kopf während der Ausatmung gehoben wird, sollte die Bewegung synchronisiert sein. Das bedeutet, dass der letzte Teil der Ausatmung gleichzeitig mit dem Strecken des Armes über den Kopf erfolgt. Wenn am Anfang der Bewegung mehr ausgeatmet wurde, so dass gegen Ende der Bewegung der Atem angehalten werden muss, ist die Präzision misslungen. Die Übung führt dann zu Stress, wenn der Atem angehalten werden muss und nicht mit der Bewegung im Einklang ist.

 


 
  
 
 
 
 
 
 

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